Trinos Sporenmesser
Version 1.14.1026.1 — Qt-Prototyp — 14.10.2026
Mario Tripodi · mario.tripodi1974@gmail.com
Mit KI-Unterstützung entwickelt. Freie Software, GPLv3.

Dies ist die erste eigenständige Qt-Ausgabe für Linux, ohne Wine oder Mono.
Sie ist ein Prototyp. Die bewährte Windows-/Wine-Version bleibt verfügbar.
Eine fertig gebündelte Linux-AppImage-Datei ist in diesem Paket noch nicht enthalten.

AKTUALISIEREN VON 1.7.1026.1 ODER 1.7.1026.2

Wenn die vorige Qt-Ausgabe auf diesem Rechner bereits läuft:
Messreihe speichern, Programm schließen und dieses neue ZIP in einen separaten Ordner entpacken.
Aus dem neuen Ordner app.py, model.py, i18n.py, qt-translations.json sowie den
ganzen Ordner Sprachen in den bisherigen Programmordner
kopieren und die beiden alten Dateien ersetzen. Danach den bisherigen Starter
verwenden. Die bestehende .venv und eigene Messdateien behalten.
Die Versionsnummer lässt sich im Programm unter „Info“ überprüfen.
Bei einer frischen Installation die folgenden Einrichtungsschritte verwenden.

AUF DEM LINUX-LAPTOP EINRICHTEN

1. Das Paket vollständig in einen eigenen Ordner entpacken, zum Beispiel
   im persönlichen Ordner unter „Trinos-Sporenmesser-Qt“.
   Nichts direkt aus dem ZIP-Archiv heraus starten.

2. In diesem Ordner ein Terminal öffnen: Rechtsklick auf eine freie Stelle
   im Dateimanager → „Im Terminal öffnen“.

3. Einmalig eingeben:

   bash Einrichten-Linux.sh

   Die Einrichtung lädt Qt aus dem Internet. Sie legt die benötigten
   Python-Pakete nur im Unterordner .venv an. Kein Wine/Mono erforderlich.
   Die Einrichtung kann einige Minuten dauern.

4. Die Einrichtung erzeugt „Trinos-Sporenmesser.desktop“ erst am Ende.
   Den Ordner bei Bedarf mit F5 aktualisieren. Der Dateimanager kann diese
   Datei nur als „Trinos Sporenmesser“ anzeigen, ohne die Endung .desktop.
   Genau diesen Starter doppelt anklicken.
   Falls der Dateimanager fragt: „Starten / Ausführen“ oder „Start erlauben“.
   Damit startet das Programm ohne dauerhaft geöffnetes Terminal.
   Alternativ im Terminal: bash Start-Linux.sh

   Den entpackten Ordner anschließend nicht verschieben. Bei einem Umzug
   die Einrichtung im neuen Ordner erneut ausführen; sie erneuert den Starter.

VORAUSSETZUNGEN / HILFE ZUR EINRICHTUNG

Gedacht für einen üblichen Linux-PC mit grafischer Oberfläche,
64-Bit-Prozessor (x86_64) und Python 3.9 bis 3.13. Linux Mint 22 / Ubuntu 24.04
sind geeignete Testziele. Eine allgemeine Zusage für jede Distribution gibt es
noch nicht. Mario berichtet inzwischen einen erfolgreichen Start auf seinem
Linux-Mint-Laptop nach Installation von libxcb-cursor0. Der vollständige
Funktionstest unter Linux steht weiterhin aus.

Wenn Python oder venv fehlt, unter Ubuntu / Linux Mint:

   sudo apt install python3 python3-venv

Falls beim Programmstart die Meldung „xcb-cursor0 or libxcb-cursor0 is needed“
erscheint, unter Ubuntu / Linux Mint zunächst die genannte Bibliothek ergänzen:

   sudo apt install libxcb-cursor0

Danach erneut „bash Start-Linux.sh“ starten. Bei weiteren Meldungen siehe
FEHLERHILFE.txt. Dort stehen die beim ersten Test aufgetretenen Probleme,
typische weitere Ursachen und die passenden Lösungsschritte.

Auf einem Wayland-Desktop kann bei Problemen einmalig getestet werden:

   QT_QPA_PLATFORM=xcb bash Start-Linux.sh

Bei einer Fehlermeldung bitte den genauen Wortlaut und den verwendeten
Linux-/Python-Stand nennen. Es werden keine automatischen Fehlerdateien erzeugt.

SO MISST DU SPOREN

• „Bild öffnen“ wählen. Weitere Bilder werden zur Messreihe hinzugefügt;
  die bisherigen Messungen bleiben erhalten. Mehrere Fotos sind gleichzeitig
  auswählbar. Die Bildauswahl oben wechselt zwischen ihnen.
  Der Dialog öffnet den zuletzt verwendeten Bilderordner wieder. Groß und
  klein geschriebene Dateiendungen werden berücksichtigt. Wenn eine Datei
  dennoch fehlt, unten bei „Dateityp“ auf „Alle Dateien (*)“ wechseln und
  den Ordnerpfad oben prüfen.

• Beim Messen und Kalibrieren erscheint ein Fadenkreuz am Mauszeiger.
  Zum Bildverschieben wird es vorübergehend zur Hand und danach wieder
  zum Fadenkreuz.

• Vom einen Sporenende zum anderen ziehen und die Maustaste loslassen.
  Dadurch sind Länge und Winkel festgelegt. Danach seitlich bewegen,
  bis die Breite stimmt, und einmal klicken. Das Rechteck bleibt stehen.
  Sofort mit der nächsten Spore weitermachen.

• Korrigieren: Rechteck anklicken. Im Inneren ziehen verschiebt es.
  Weiße Griffe ändern Länge oder Breite; der grüne Punkt dreht es.
  Das geht auch im Modus „Messen“, ohne vorher „Korrigieren“ anzuklicken.
  „Korrigieren“ verhindert nur, dass auf freier Bildfläche neue Rechtecke entstehen.
  Rechts können genaue Werte eingegeben und mit „Werte übernehmen“ gesetzt werden.

• „Löschen“ oder Entf entfernt die ausgewählte Spore. Freie Nummern werden
  wieder verwendet, auch über mehrere Fotos der Messreihe hinweg.

• Überlappen sich Sporen: Shift gedrückt halten und eine neue Längsachse ziehen.
  Esc oder die rechte Maustaste bricht einen unfertigen Messvorgang ab.

• Strg+Z macht einen Schritt rückgängig; Strg+Y stellt ihn wieder her.
  Das gilt auch für Kalibrierungen und das Hinzufügen von Bildern.

BILDANSICHT

Mausrad: vergrößern / verkleinern.
Leertaste + Ziehen oder mittlere Maustaste: Bild verschieben.
Scrollbalken oben: links / rechts; rechts: hoch / runter.
„Einpassen“ oder F: ganzes Bild wieder anzeigen.

REFERENZ UND µm

„µm kalibrieren“ anklicken, über den Referenzbalken ziehen und loslassen.
Die bekannte Länge, z. B. 10 µm, eingeben. Auch vorhandene Messungen werden
umgerechnet. Q bleibt unverändert. Ohne Referenz werden Pixel angezeigt.

„Referenz speichern“ sichert den Maßstab als .sporen-referenz.json.
„Referenz laden“ übernimmt ihn für ein passendes Bild, auch ohne sichtbaren Balken.
„Für weitere Bilder“ übernimmt ihn für neu hinzugefügte Bilder gleicher Größe.
Wichtig: Gleiche Pixelgröße allein reicht fachlich nicht aus. Objektiv,
Kamera, Aufnahme- und nachträgliche Skalierungseinstellungen müssen gleich sein.
Eine unpassende Bildgröße wird nicht automatisch kalibriert.
Nach einem Neustart die Referenz einmal laden. Bereits gespeicherte Messungen
behalten ihren eigenen Maßstab. Gemischte px-/µm-Messreihen müssen vor der
gemeinsamen Auswertung vollständig kalibriert werden.

SPEICHERN UND EXPORT

• „Messung speichern“ bzw. Strg+S: bearbeitbare .sporen.json, einschließlich
  aller Bilder, Rechtecke, Beschriftungspositionen und Kalibrierungen.
  Die bisherigen Sporen-/Linien-Messdateien und Referenzen bleiben lesbar.

• „Bildkopie“: aktuelles Bild mit Rechtecken als JPG oder PNG in Originalauflösung.
  JPG-Qualität: 95 %. Das Originalbild wird nicht verändert.

• „Messwerte“: TXT oder CSV im Dateityp wählen. Beide enthalten alle Sporen
  der Messreihe, L, B, Q, geschätztes Volumen, Min–Max und Mittelwerte.
  TXT: Windows-1252, Tabulatoren, kompakte Zusammenfassung am Ende.
  CSV: UTF-8 mit BOM, Semikolons, zusätzliche MW-/PG-Grenzen und Rechenhinweise.

• „Optionen“: Komma oder Punkt sowie 0, 1 oder 2 Nachkommastellen getrennt
  für L/B, Q und Volumen. „Maße am Bild anzeigen“ blendet L/B außen an den
  Rechtecken ein. Diese Beschriftungen lassen sich einzeln mit der Maus
  verschieben. „Nummern“ schaltet unabhängig davon die Sporennummern um.

• „Neue Messreihe“ beginnt neu. Vorher fragt das Programm nach dem Speichern.

AUSWERTUNG

L = Länge, B = Breite, Q = L/B.
V = geschätztes Volumen als Rotationsellipsoid: V = π/6 × L × B².
Annahme: Tiefe entspricht Breite. Das Volumen wird nicht direkt gemessen.

Die blaue Auswertung zeigt Mittelwerte fett und ab fünf Sporen zusätzlich
den 95-%-Vertrauensbereich des Mittelwerts (Student-t). Darunter steht Min–Max.
CSV enthält zusätzlich die angenäherten Populationsgrenzen nach Gerd Fischer
(Mittelwert ± t × s). Diese sind kein exaktes 95/95-Toleranzintervall.
Die internen Zahlen werden nicht gerundet; nur die Ausgabe folgt den Optionen.

UMFANG DIESES ERSTEN PROTOTYPS

Linienmessungen sind übertragen. Sie haben eigene Nummern Ln1/Ln2 und eine
separate Längenauswertung. Die ursprünglichen Sporenwerte bleiben getrennt.

AUF DIESEM RECHNER GEPRÜFT

Siehe PRUEFBERICHT.txt für die tatsächlichen Prüfergebnisse.
Es wurde hier kein Linux-System installiert und kein Linux-Praxistest behauptet.

QUELLCODE / WEITERENTWICKLUNG

app.py: Oberfläche, Bildanzeige und Mausbedienung auf Qt/PySide6.
model.py: Bildkoordinaten, Messdateien, Kalibrierung, Berechnungen und Exporte.
test_prototype.py: automatisierte Prüfungen.
requirements.txt: Qt-Abhängigkeit. LICENSE / NOTICE: Lizenz und Hinweise.

Tests auf dem Linux-Laptop, im entpackten Ordner nach der Einrichtung:

   QT_QPA_PLATFORM=offscreen .venv/bin/python -m unittest -v test_prototype

Windows-Quellcodeausführung benötigt ebenfalls Python 3.9 bis 3.13:
einmalig „py -3 -m pip install -r requirements.txt“, dann Start-Windows.cmd.


NEU IN 1.14.1026.1

MANUELLER MASSSTAB
Neben „µm kalibrieren“ steht „µm manuell eingeben“.
1. Foto öffnen.
2. Den neuen Schalter wählen.
3. Bei „1 µm =“ die bekannte Pixelzahl eintragen, zum Beispiel 10 Pixel.
   Dann gilt: 1 Pixel = 0,1 µm. Es sind ausdrücklich Pixel PRO µm,
   nicht µm pro Pixel. Der Dialog zeigt den umgerechneten Wert zur Kontrolle.
4. „Übernehmen“ klicken. Bereits vorhandene Messungen werden umgerechnet;
   Q und die Rechteckkoordinaten bleiben gleich. Abbrechen ändert nichts.
5. „Referenz speichern“ sichert auch diesen manuell eingegebenen Maßstab.
   Für weitere passende Bilder wie bisher laden/übernehmen.
   Gleiche Aufnahmevergrößerung UND Skalierung sicherstellen.

BILDER MIT DER MAUS HINEINZIEHEN
Eine oder mehrere lokale Bilddateien aus dem Dateimanager auf die Bildfläche
oder Tabelle im geöffneten Programm ziehen. Sie werden zur Messreihe ergänzt;
vorhandene Bilder und Messungen bleiben erhalten. Auch Großbuchstaben wie .JPG,
Unterstriche, Leerzeichen und Umlaute im Namen funktionieren.
Keine Ordner, Internetlinks oder Messdateien hineinziehen. Eine begonnene
Messung zuerst abschließen oder mit Esc abbrechen. Defekte/nicht unterstützte
Bilder werden abgewiesen. Wenn Ziehen im Linux-Dateimanager nicht funktioniert,
„Bild öffnen“ verwenden und Desktop-Umgebung (X11/Wayland) sowie Meldung nennen.
Hier sind Qt-Dateiereignisse geprüft, kein echter Linux-Dateimanager-Test.

GERADE LINIEN STATT NUR SPOREN
„Linie messen“ oder S wählen; vom Anfang zum Ende ziehen und loslassen.
Endpunkte ändern die Länge, die Mitte verschiebt die Linie. Mit Entf löschen,
mit Strg+Z rückgängig. „Messen“/N kehrt zu Sporenrechtecken zurück.
Rechts zwischen Sporen und Linien wechseln. Linien haben eine eigene Nummernreihe
Ln1, Ln2 usw., nur Länge (keine Breite, Q oder Volumen). Alle Linien derselben
Messreihe werden gemeinsam ausgewertet; daher Basidienlängen und -breiten
in getrennten Messreihen sammeln. Gemessen wird die gerade Strecke im Bild.
TXT/CSV enthalten getrennte Abschnitte. JPG/PNG übernimmt Linien und Labels.

STATISTIK UND VORLÄUFIGE TXT
Optionen bietet Mittelwertgrenzen oder Populationsgrenzen (95 %). Diese Wahl
gilt für die blaue Auswertung und die TXT-Zusammenfassung. CSV enthält weiterhin
beide Grenzarten. Grenzen erscheinen ab fünf Messungen je Messart.
PG ist die Näherung nach Gerd Fischer bei angenommener Normalverteilung,
kein exaktes 95/95-Toleranzintervall. Min/Max bleiben die beobachteten Randwerte.
„Messung speichern“ sichert zuerst die bearbeitbare .sporen.json und legt daneben
NAME-vorlaeufige-messwerte.txt an. Bei jedem Speichern wird diese TXT aktualisiert;
separat exportierte TXT/CSV bleiben unverändert. Bei gemischten px/µm werden die
Fotos in der vorläufigen TXT getrennt ausgewertet. Gemeinsame Statistik erst
nach Kalibrierung aller gemessenen Fotos. Falls die TXT nicht geschrieben werden
kann, meldet das Programm ausdrücklich, dass die Messdatei dennoch gespeichert ist.

VIER SPRACHEN
Optionen > Sprache: Deutsch, English, Nederlands oder Italiano wählen.
Mit OK bestätigen. Oberfläche, Hilfe und neue TXT/CSV werden übersetzt;
Zahlenformat bleibt unabhängig. Sprache bleibt nach Neustart gespeichert.
Sprachdateien liegen im Ordner Sprachen neben app.py. Diesen ganzen Ordner
zusammen mit app.py, model.py, i18n.py und qt-translations.json mitnehmen.
Zusätzliche vollständige *.trinos-language.json werden beim Öffnen der Optionen
erkannt. Die Qt-spezifischen Texte für die vier mitgelieferten Sprachen sind in
qt-translations.json enthalten. Die Windows-PDF-Anleitungen gelten nicht für Qt.

PRÜFGRENZE
Diese Ausgabe wurde mit Qt unter Windows und aus dem ausgelieferten Paket
im offscreen-Modus geprüft. Kein Linux-System ist hier verfügbar. Installation,
Dateimanager-Drag-and-drop und Desktop-Starter bitte anhand LINUX-TESTZETTEL.txt
auf dem Linux-Laptop praktisch prüfen. Keine abschließende Linux-Freigabe behauptet.
